Ein Kernpunkt ist die Bündelung von Zuständigkeiten. Unter anderem sollen künftig nur noch zwei Behörden für Sozialleistungen zuständig sein. Das Jobcenter für erwerbsfähige Bürgerinnen und Bürger und das Sozialamt für nicht Erwerbsfähige. Damit entfällt das bisherige Nebeneinander mehrerer Anlaufstellen. Ein weiteres anschauliches Beispiel für die Ergebnisse der Kommission sind die Vereinfachungen beim Kindergeld. Musste bisher noch ein Antrag für die Auszahlung des Kindergelds gestellt werden, soll es künftig automatisch ausgezahlt werden, ohne gesonderten Antrag.
"Das ist zwar eine eher kleine, aber dennoch spürbare Entlastung. Wir wollen keine Zeit verlieren, wenn es darum geht, Bürokratie abzubauen.", erklärt Biadacz. Die Kommission schlägt zudem vor, Sozialleistungen stärker zu pauschalieren, Verfahren zu digitalisieren und ein zentrales Onlineportal einzuführen.
"Ein moderner Sozialstaat muss verständlich, schnell und verlässlich sein.
Je schlanker unser Sozialstaat ist, desto mehr Kosten können wir auch einsparen. Insbesondere bei aufwendigen Verfahren und schlecht aufeinander abgestimmte Leistungen. Ein leistungsfähiger Sozialstaat stärkt das Vertrauen in unsere Demokratie. Wer den Staat im Alltag als verlässlich erlebt, fasst auch Vertrauen in seine Institutionen. Auch dieses Ziel haben wir fest im Blick.", so Biadacz abschließend.



